9.7.2019

Historisches für die Stars von morgen

WOPK1

Bestens gelaunt bei der Pressekonferenz im Messinghof (v. l.): Tim Köller (2. Vorsitzender KTCW), Tunierdirektor Dr. Eberhard Engelmann, Petra Bantle (Direktorin IntercityHotel Kassel), Carsten Bachmann (Gesamtvertriebsleiter Glinicke) und Ingo Pijanka (Pressesprecher Städtische Werke AG). Foto: Dieter Schachtschneider

Es ist ein historischer Ort, an den die Organisatoren der Wilhelmshöhe Open 2019 und Premiumsponsor Peugeot Glinicke zur Pressekonferenz eingeladen haben: der Messinghof, das älteste Industriedenkmal der Region. Hier wurden einst der Kasseler Herkules, das Hermann-Denkmal bei Detmold und die Freiheitsstatue in New York gefertigt. Schon damals also ging es von Kassel hinaus in die Welt. Jetzt ist hier in den alten Mauern ein restauriertes Schmuckkästchen als besondere Veranstaltungs-Location entstanden. „Darauf sind wir sehr stolz“, sagte Gastgeber Carsten Bachmann, Gesamtvertriebsleiter und Mitglied der Glinicke-Unternehmensleitung. Exklusiv führte er die beeindruckten Gäste durch den geschichsträchtigen Ort.

Da wollte Dr. Eberhard Engelmann, Turnierdirektor der Wilhelms­höhe Open, in Sachen Historie nicht hintan stehen und begann mit einem Blick auf deutsche Tennisheroen. Denn genau vor 30 Jahren, am 9. Juli 1989, gewannen Boris Becker und Steffi Graf am gleichen Tag in Wimbledon. 

In Wimbledon wird zurzeit auch noch gespielt, bei den Wilhelmshöhe Open geht es mit der 22. Auflage am 15. Juli los. Erstmals, so die neuen Regelungen der ITF WorldTennisTour, zu der die Wilhelmshöhe Open nun gehören, beginnt das Turnier einen Tag später montags, da die Qualifikation auf 32 Spieler reduziert wurde. „Die Quali wird dadurch in diesem Jahr wohl deutlich stärker“, sagt Eberhard Engelmann. Und schlägt die Brücke von Wimbledon nach Wilhelmshöhe. Jan-Lennard Struff, Deutschlands neue Nummer zwei, spielte gerade noch in London, Dauerbrenner Fernando Verdasco oder Zverev-Bezwinger Jiri Vesely. „Sie haben alle einst bei uns aufgeschlagen und stehen für unseren Slogan ‚Heute schon die Stars von morgen sehen‘“, so der Turnierchef.  Ebenso wie Kevin Krawietz, der jüngst mit dem Doppelerfolg bei den French Open Tennisgeschichte  schrieb und ehemals Publikumsliebling an der Burgfeldstraße war (Einzelfinalist 2011 und Doppelsieger 2013).

Dass auch in diesem Jahr wieder Sterne aufgehen beim höchstdotierten deutschen ITF-Herren-Turnier (25.000 US Dollar Preisgeld plus Hospitality im IntercityHotel Kassel), daran haben die Turnier-Macher des KTC Bad Wilhelmshöhe keinen Zweifel. Denn direkt aus Wimbledon kommt beispielsweise Chun-Hsing Tsen aus Taipeh. Der 17-Jährige ist die Nummer drei in der Entry List und war 2018 der weltbeste ITF-Junior, erreichte als erster Spieler nach Gael Monfits (2004) drei Grand Slam-Finals bei den Junioren und gewann dabei in Paris und London. „Auf ihn sind wir sehr gespannt“, verrät der Turnierdirektor. Und auf Titelverteidiger Orlando Luz (Brasilianer). Der 21-Jährige hat sich im Vergleich zum Vorjahr um über 300  Plätze im Ranking verbessert und erreichte Anfang Juli mit 297 seine bisher beste Platzierung in der ATP-Weltrangliste. 

Einer derjenigen, die davon profitieren, dass im Hauptfeld nach den neuen Bestimmungen fünf feste Plätze für Spieler aus der seit Jahresbeginn parallel geführten ITF-World Tennis-Rangliste reserviert sind, ist Manuel Pena Lopez. Der 21-jährige Argentinier war im Vorjahr mit beeindruckenden Leistungen mit einer Wild Card bis ins Wilhelmshöher Halbfinale gestürmt. Nummer eins der Entry List ist der Franzose Sadio Doumbia, vor zwei Jahren im Viertelfinale bei den „WO“, gefolgt vom serbischen Daviscup-Spieler Miljan Zekic.

Und auch wenn die Umstrukturierungen, vor allem das Hin und Her bei der Vergabe der Weltranglisten-Punkte für die Spieler, die Turnierveranstalter vor stets neue Herausforderungen stellt, freuen sie sich aufs Turnier, weil, so Dr. Eberhard Engelmann,  „wir davon ausgehen, dass das Feld noch einmal enger zusammen rückt.“ Die ständigen Modifikationen der Tennis-Weltverbände sorgen allerdings für viel Kopfschütteln - nicht nur bei den Machern in Kassel. 

Tim Köller, Zweiter Vorsitzender von Ausrichter Kasseler Tennisclub Bad Wilhelmshöhe 1898, stellte vor allem jene in den Mittelpunkt, die dafür sorgen, dass beim Turnier und im Club auf der immerhin 10.000 qm großen Anlage inmitten des Weltkulturerbes Bergpark Wilhelmshöhe alles reibungslos läuft. „Die ehrenamtliche Tätigkeit ist ein ganz entscheidender Faktor“, betonte er und wies auch auf die intensive und erfolgreiche Jugendarbeit und die umfassenden Investitionen in die Anlage hin. „Das alles“, so Tim Köller, „bedeutet enorm viel Arbeit.“

Die Wilhelmshöhe Open 2019 gehen vom 15. bis 21. Juli, das Hauptfeld startet wie gewohnt am Dienstag (16. Juli). 

Der Eintritt zur Qualifikation am Montag ist frei, während der Woche gibt es dann Top-Tennis zum Anfassen zu sehr günstigen Preisen.

>>> zu den Infos in der Pressemappe 2019

WOPK2

In Vorfreude auf die „WO“ (v. l.): Wolfgang Ellenberger (Orga-Team), Tunierdirektor Dr. Eberhard Engelmann, Carsten Bachmann (Gesamtvertriebsleiter Glinicke), Anja Doernke-Bartling (Dr. Schumacher), Tanja Heckeroth (FAC), Sascha Kovacs (denkMAHL), Petra Bantle (Direktorin IntercityHotel Kassel), Ingo Pijanka (Pressesprecher Städtische Werke AG), Dr. Wolfgang Schäfer (Leiter Finanzen KTCW), Tim Köller (2. Vorsitzender KTCW).  Foto: Dieter Schachtschneider

Joomla templates by a4joomla