22.07.2017

Moraing und Schönenberg gewinnen Doppel

 SiegerDoppel

Glückliche Doppel-Sieger: Tom Schönenberg (2.v.l.) und Mats Moraing mit Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann (r.) und Thorsten Döring (Geschäftsführer Peugeot Glinicke)Foto: Dieter Schachtschneider

 

„Einfach mega“ fand Tom Schönenberg die Wilhelmshöhe Open. Das fand er schon, bevor er an der Seite von Mats Moraing den Doppel-Titel holte. Und nach dem Turniersieg erst recht.
Lange Zeit hatte der 26-jährige Essener mit Verletzungen zu kämpfen. Der erste gemeinsame Einsatz mit seinem Partner Mats Moraing (Mülheim) seit einigen Jahren brachte dann gleich den Erfolg. Gegen Titelverteidiger Maximilian Neuchrist und dessen neuen Partner David Pichler zeigten die Freunde über weite Strecken ebenso Doppel-Tennis auf hohem Niveau wie ihre Gegner.
Schon länger hatte man bei den Wilhelmshöhe Open nicht mehr ein so starkes Doppel-Finale gesehen, dass allen vier Spieler mächtig Spaß machte. Nachdem Schönenberg und Moraing den ersten Satz knapp mit 7:6 gewonnen hatten, ging der zweite Abschnitt mit 6:2 klar an die österreichische Kombination. Der Champions-Tie Break wurde dann aber zur klaren Angelegenheit für Tom, und Mats. „Wir sind beide gute Aufschläger“, so Mats bei der Siegerehrung. Er hat seinem Onkel und Trainer Peter Moraing nun eines voraus, der zwar 1992 im Warsteiner Grand-Prix-Finale in Kassel stand, aber gegen Udo Riglewksi verlor. Neffe Mats ist nun Turniersieger. Der 25-Jährige freute sich in der Kasseler Turnierwoche vor allem über die kostenfreie Vollverpflegung, wie er nach dem Finale scherzte.
Und so der Doppel-Sieger eine der Ersten, der sich ein großes Stück der Torte sicherte, die sein Kontrahent Maximilian Neuchrist zum 26. Geburtstag gestern geschenkt bekam. Kleiner Trost für den Vorjahres-Doppelsieger, der darüber hinaus noch ein Ständchen des einmal mehr zahlreich erschienenen Publikums bekam. „Es ist einfach ein Genuss hier zu spielen“, lobte Neuchrist Organsisation und Fans, „ich bin jetzt zum dritten Mal hier und es wird immer noch eine Schippe drauf gelegt. Daran können sich viele Turniere, auch viele Challenger, ein Bespiel nehmen. Es ist einfach großartig, was hier jedes Jahr auf die Beine gestellt wird, so macht Tennis wirklich Spaß.“

Zopp und Choinski im Einzel-Finale

Das sehr gute Doppelfinalka war auch eine kleine Entschädigung für die im Schnelldurchgang absolvierten Einzel-Halbfinals. Die gingen ziemlich rasch. Keine Stunde benötigte Jurgen Zopp zum lockeren 6:1, 6:1-Sieg gegen Dominik Böhler, Jan Choinski nur unwesentlich länger bei seinem 7:5, 6:2-Erfolg gegen Jeremy Jahn. Im ersten war es ein kleiner Klassenunterschied, im zweiten die Verletzung von Topfavorit Jeremy Jahn sicher mit die Ursache. Im Doppel-Halbfinale war „Jerry“ auf dem Platz in einem Loch hängen geblieben und hatte sich eine schmerzhafte Zerrung oder Dehnung im Fuß zugezogen. Trotz fachmännischer Tapes von Physiotherapeut Witek Szota konnte Jahn (ATP 237) sein eigentliches Niveau nicht durchziehen. „Ich wollte kurze Ballwechsel, aber da hat nicht geklappt“, sagte er später. Sieger Jan Choinski (Koblenz), bisher mit einer beeindruckenden Perfomance bei den Wilhelmshöhe Open, fühlt sich dagegen topfit fürs Finale gegen die ehemalige Nummer 71 der Weltrangliste. „Im Halbfinale, erzählte der 21-Jährige, „konnte ich mich ein bisschen erholen, „heute musste ich mich schon mehr bewegen.“
Der Este Jurgen Zopp spielte gegen den jungen Stuttgarter Dominik Böhler (Stuttgart, ATP 823) beim 6:1, 6:1 seine ganze Routine aus und stoppte den furiosen Siegeszug des 21-Jährigen. „Ich habe gar nicht zu meinem Spiel gefunden“, sagte dieser, „ich weiß selbst nicht, woran es es gelegen hat.“ Zopp hingegen hofft nach drei schweren Jahren nun bei den Wilhelmshöhe Open wieder auf ein Erfolgserlebnis und will schnell wieder unter die Top 100, zu denen er zwei Jahre gehörte.
Das Finale an der Bugfeldstraße beginnt um 13 Uhr.

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