20.07.2016

Mats Moraing auf den Spuren des Onkels‚Äč

Bei brütend heißen Temperaturen weit über 30 Grad auf der Anlage des KTC Bad Wilhelmshöhe 1896 - mitten im UNESCO Weltkulturerbe  Bergpark Wilhelmshöhe gelegen - wurde den Spielern und auch den wieder vielen Zuschauern am zweiten Hauptfeldtag der 19. Wilhelmshöhe Open alles abverlangt. Großeinsatz auch für die Platzwarte Martin Schareina und Holger Münzer, die alle Hände voll zu tun hatten, die Plätze bei der Hitze bespielbar zu halten, und das Organisationsteam. 

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Foto: Sorgte für das erste Ausrufezeichen bei den Wilhelmshöhe Open: Mats Moraing gewann gegen die Nummer eins der Setzliste, Alexey Vatutin. (Foto: Dieter Schachtschneider).

Beim mit 25.000 US-Dollar höchstdotierten deutschen ITF-Future-Turnier gabe es bereits die erste Überraschung. Der topgesetzte Alexey Vatutin (Russland, ATP 271), vor zwei Jahren als Qualifikant bis ins Viertelfinale gekommen, schied schon in Runde eins gegen Mats Moraing (ATP 424) mit 6:1, 3:6, 4:6 aus. Mats war mit seinem Onkel Peter nach Kassel gekommen, der 1992 selbst beim damaligen Warsteiner Grand Prix-Turnier in Kassel im Finale gegen Udo Riglewski stand. Der 24-Jährige hatte in den letzten drei Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, auch in diesem Jahr nach seinem Turniersieg in Kaarst, überzeugte zuletzt aber durch drei Siege in der Bundesliga. Zunächst sah es so aus, als solle die Nummer eins des Sets nach dem zügig gewonnen ersten Satz das Spiel im Schnelldurchgang absolvieren, doch dann holte sich der lange Mülheimer auch dank starkem Aufschlagspiel Satz zwei mit 6:3. Im dritten Satz führte er bereits mit 5:1, machte es dann aber noch mal spannend. Die Nummer zwei der Setzliste, Artem Smirnov (Ukraine, ATP 280), war dagegen zu stark für den jungen Johannes Haerteis (Nürnberg, ATP 693), der mit der Wild Card des Deutschen Tennis-Bundes ausgestattet war (6:1, 6:3).

Julian Lenz (23), mit der Wild Card des Hessischen Tennis-Verbandes im Hauptfeld, besiegte den Weseler Peter Torebko (ATP 376) mit 6:4, 6:2. Für den 28-Jährigen bedeutet das nach seinem Turniersieg 2014 und der Finalteilnahme im Vorjahr diesmal ein frühes Aus in Kassel. Nach seiner Verletzung aus dem Finale im Vorjahr hatte Torebko lange mit den Folgen des Innenbandanrisses zu kämpfen. Für Julian Lenz (Grünberg), der sich in Kassel zuletzt immer sehr gut präsentiert hat, war es hingegen ein guter Einstieg ins Turnier. Nils Brinkmann (Idar-Oberstein), ebenfalls mit HTV-Wild Card dabei, verlor hingegen sein Match gegen den Franzosen Sadio Doumbia (ATP 347) mit 1:6, 3:6. B-Kader-Spieler Daniel Masur (ATP 325) ging bei seinem 5:7, 6:4, 7:5-Erfolg über den Brasilianer Caio Zampieri (ATP 370) am Hitze-Tag über drei Sätze. Der 21-jährige Westfale ist nach seiner Handgelenksverletzung rechtzeitig wieder in Schwung gekommen.

Nach dem Aus im Einzel war für Rok Jarc (Lohfelden) auch im Doppel schon in Runde eins Schluss. An der Seite seines jungen Schützlings und Landsmanns Aljaz Jakob Kaplja verlor der Slowene an seinem Geburtstag gegen Nils Brinkmann und Peter Torebko knapp mit 6:3, 3:6, 8:10.

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