28.11.2016

Wilhelmshöhe Open: erster Aufschlag für 2017

ADTTagung2017NL

Vertraten die Wilhelmshöhe Open bei der Jahrestagung der deutschen Tennis-Turnierveranstalter: Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann (rechts) und Mediensprecher Michael Küppers (Mitte) mit DTB-Vizepräsident Bernd Greiner.    Foto: Jana Zschiesche

Es sind noch neun Monate bis zu den Wilhelmshöhe Open 2017 des KTC Bad Wilhelmshöhe 1896, doch die ersten organisatorischen Aufschläge sind bereits erfolgt. Auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tennisturnierveranstalter (ADT) in der Löwenstadt Braunschweig wurde der Termin für das Weltranglisten-Turnier in Kassel für das kommende Jahr bestätigt. „Wir bleiben in derselben Woche wie in diesem Jahr“, berichtet Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann, „die Wilhelmshöhe Open finden vom 16. bis 23. Juli 2017 statt.“ Für das mit 25.000 Dollar plus Hospitality (freie Unterbringung der Hauptfeld-Spieler im InterCityHotel Kassel) höchstdotierte ITF Herren Future-Turnier in Deutschland innerhalb der German Masters Series presented by Tretorn ist das ein guter Termin. Wimbledon ist dann vorbei, die beiden großen Challenger in Braunschweig und Hamburg werden zuvor und danach ausgetragen und es gibt auch keine zeitgleichen Daviscup-Partien. Darin, dass erneut in den Sommerferien aufgeschlagen wird, sieht Dr. Engelmann kein Problem: „Im Gegenteil, in diesem Jahr hatten wir sehr viele junge Zuschauer und das wird auch sicher 2017 der Fall sein.“ Dann will man unter dem bewährten Motto „Heute schon die Stars von morgen sehen“ an den Erfolg des diesjährigen Events anknüpfen. „Der beste Besuch in der Turnier-Historie, ein deutsches Finale und hohe Qualität der Matches, wir waren sehr zufrieden“, bilanzierte der Turnierdirektor in seinem Statement auf der Tagung. Allerdings, so betonte Dr. Engelmann, wird es auch im kommenden Jahr ein Kraftakt für die Organisatoren, den nach der Aufstockung auf 25.000 Dollar Preisgeld (vorher 15.000) nötigen Etat zu erreichen. „Gemeinsam mit unseren treuen, hoffentlich auch mit neuen Sponsoren werden wir das aber wieder schaffen“, so Engelmann.

Die Jahrestagung, bestens organisiert von den Braunschweiger Turnieren und dem Niedersächsischen Tennisverband, war für die Veranstalter wieder eine interessante Plattform zum Austausch. Etwa 100.000 Zuschauer sahen in diesem Jahr bei den über 50 German Masters Series presented by Tretorn-Turnieren zehn deutsche Sieger (darunter Yannick Hanfmann in Kassel) und 3297 Spielerinnen und Spieler, insgesamt wurde ein Preisgeld von 590.000 Dollar ausgeschüttet. „Wir können sehr zufrieden sein“, berichtete Klaus Eberhard, Sportdirektor des Deutschen Tennis-Bundes, „international liegen wir damit an fünfter Position.“ Man habe kein Turnier verloren, es sollen aber gezielt neue Turniere geschaffen werden. „Allerdings werden wir keine künstliche Aufblähung vornehmen und die bestehenden Turniere weiter gezielt fördern“, sagte Eberhard. Ein wichtiger Punkt, denn einige Turnierveranstalter haben nach der Preisgeld-Erhöhung durch die International Tennis-Federation (ITF) doch erhebliche Sorgen, auch weiterhin ihre Turniere garantieren zu können.
Der Award für das beste Turnier des Jahres ging an die „Leipzig Open“, den Max-Büchs-Award für engagiertes Ehrenamt erhielt Rolf Staguhn (Nußloch). Der 70-Jährige spielte zu Beginn der 2000er-Jahren auch erfolgreich für die Herren 50/55 von Blau-Weiß Kassel.

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