23.07.2016

Neuchrist und Pel gewinnen Doppel‚Äč

Das mit 25.000 US-Dollar höchstdotierte deutsche Herren ITF-Turnier Wilhelmshöhe Open hat seine ersten Sieger. Der Österreicher Maximilian Neuchrist und der Niederländer David Pel, an eins gesetzt, besiegten im Finale die tschechische Paarung Petr Nouza und David Skoch mit 6:2, 7:6. Ein Tag nach seinem 25. Geburtstag machte sich Maximilian Neuchrist damit sebst ein schönes Geschenk. Erst letzte Woche hatten er und Pel erstmals zusammen gespielt - und gleich die Doppel-Konkurrenz in Kramsach (Österreich) gewonnen. „Wir sind noch ungeschlagen“, freute sich Neuchrist, nach einer kurzen Pause wollen die beiden nun öfter als Doppel auftreten. Für David Pel, ebenfalls jüngst 25 geworden, war es gar der dritte Sieg in Folge. Vor Kramsach hatte er an der Seite von José Perreira (Brasilien) im holländischen Amstelveen gewonnen. Als Glücksbringer damals wie jetzt auch in Kassel dabei: Vater Jan und dessen Freundin Lucy, die eigens nach Kassel gekommen waren. Pel, der beim ehemaligen Weltranglisten-72. Denis van Scheppingen trainiert, ist nicht das einzige Talent in der Familie: Halbbruder Stÿn ist als 14-Jähriger schon international unterwegs - vielleicht bald schon in Wilhelmshöhe. Für David Skoch gab es 17 Jahre nach seinem Einzelerfolg bei den Wilhelmshöhe Open kein Happy End, doch der 39-Jährige konnte das gut verschmerzen. Sein Partner Petr Nouza war damals gerade mal acht Monate alt...

DoppelSiegerHP

Foto: Glückliche Doppel-Sieger bei den Wilhelmshöhe Open (von rechts): Maxmilian Neuchrist und David Pel mit InterCityHotel-Direktorin Petra Bantle und Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann. (Foto: mikü)

 

Deutsches Finale

Zuvor hatte der Regen mal wieder für Verzögerung gesorgt, erst mit über zweistündiger Verspätung konnte gespielt werden. Als die Zuschauer dann in Scharen strömten, konnten sie sich zwischen Doppel-Finale und Einzel-Halbfinale entscheiden. Auf Platz 5 sorgte Yannick Hanfmann weiter für Furore. Der 24-Jährige, der sich nach seinem Studium an der University of Southern California in Los Angeles nun auf seine Profikarriere konzentriert, kam gegen den erfahrenen Giovanni Lapentti (Ecuador) zunächst kaum rein ins Match. „Das war sehr zäh, ich habe meine Beine gemerkt“, sagte er später. Nach dem 3:6 im ersten Durchgang zwang der 24-Jährige die ehemalige Nummer 110 der Weltrangliste zu ungewohnten Fehlern. Am Ende gewann Hanfmann Satz zwei und drei jeweils mit 6:2. Von Giovanni Lapentti bekam er nach dem Match großes Lob und anerkennendes Schulterklopfen - Lapentti verabschiedete sich mit dieser fairen Geste so, wie er sich während der gesamten Woche präsentiert hatte: als großer Sportsmann.

Am Sonntag kommt es zum ersten deutschen Finale bei den Wilhelmshöhe Open seit 2005. Da zweite erst überhaupt. Hier trifft Hanfmann auf Julian Lenz. Der Grünberger, mit Wild Card des HTV im Feld, zeigte gegen den an drei gesetzten José Hernandez-Fernandez (Dominikanische Republik) beim 6:2, 7:6-Erfolg einmal mehr eine starke Leistung und steht erstmals im Finale der WO. Der 23-Jährige, der wie sein Endspielgegner in den USA studiert hat und nun den Fokus ganz aufs Tennis richtet, beeindruckte die Zuschauer mit konzentriertem und druckvollem Spiel. „Es waren nicht so einfache Bedingungen heute“, so Julian Lenz nach seinem verdienten Sieg, lobte aber auch den Gegner: „Er hat auf hohem Niveau gespielt.“ 

Das Finale bei den Wilhelmshöhe Open findet am Sonntag um 14 Uhr statt.

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